Seit ewiger Zeit (eigentlich seit der letzten Neuinstallation des Systems) plagten mich hin und wieder auftretende Freezes meines Gentoo-Laptops. Ohne Regelmäßigkeit oder in Zusammenhang mit bestimmten Voraussetzungen bzw. Programmen. Also hatte ich keine Ahnung, weshalb. Manchmal hatte ich drei Tage lang keinen, dann wieder an einem Tag drei. Im Windows traten sie (zumindest in den kurzen Uptimes meines Windows) nicht auf, auch vor der Neuinstallation kannte ich das nicht.
Ich glaube aber, ich konnte das endlich lösen.
Die Freezes kündigten sich immer mit einer dauerhaft leuchtenden HDD-LED an, manchmal konnte ich mich jedoch mit einem schnellen Strg-Alt-F12 noch in die Log-Konsole retten. Dort war dann das letzte, bevor gar nichts mehr ging, ein DMA-Timeout, über das sich der Kernel beschwerte und dann einfror. Also hatte ich eine defekte Festplatte, IDE-Kabel oder das Board in Verdacht.
Jedoch als wahrer Übeltäter stellten sich die Laptop-Mode-Tools heraus. Scheinbar treten die Freezes immer dann auf, wenn die Platte sich gerade zur Ruhe legen will und dabei eine Anforderung bekommt. Die Zeit des Spindowns und Spinups ist dem Kernel zu lang und er läuft in
ein Timeout. Das System steht. (Dies ist zumindest meine Vermutung) Das würde auch das doch relativ seltene Auftreten erklären. Denn ich hab den Laptop-Mode immer per ACPI-Skript beim Anstecken der
Stromversorgung deaktivieren lassen. Also konnten sie nur auftreten, wenn der Laptop im Batteriebetrieb lief oder schon mit angeschlossenem Strom gebootet wurde (da beim Booten die ACPI-Events nicht ausgewertet werden).
Seit ich vor zwei Wochen den Laptop-Mode komplett
abgeschaltet habe, hab ich keinen Freeze mehr erhalten. Hoffentlich bleibt das auch so - damit nicht mein Laptop für den Gegenbeweis zu "Linux läuft stabiler" herhalten muss. 