Reichlich dämliche Überschrift für nen kurzen Urlaubsbericht? Vielleicht auch nicht. 
Jetzt sitz ich hier wieder im kalten verregneten Deutschland und frag mich, wie ich auf die Idee kam, eine Woche Urlaub würde reichen... Wo war ich überhaupt? Hier:
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Los ging es pünktlich zum Ferienanfang in NRW (ich Depp!) in Düsseldorf am Flughafen. Die Schlange bewegte sich, dann mal wieder nicht weil die Gepäckbänder stillstanden, und irgendwann wurden alle, die nach Neapel fliegen wollten, nach links rausgebeten. Da standen dann so ca. 30 Leute, und uns wurde doch tatsächlich gesagt, sie hätten die Maschine überbucht und könnten uns deshalb nicht befördern. Juhu, der Urlaub geht italienisch los!
Anstatt aber irgendwie die Leute doch noch von Düsseldorf aus in die Sonne zu fliegen, wurden wir in einen (zu kleinen) Bus verfrachtet und nach Frankfurt gekarrt. Dort wären noch so viele Plätze frei. Auf gings, vor uns lag noch eine Vollsperrung der A3. Kurz vor Montabaur dann eine Reifenpanne am Bus. Kaum anderthalb Stunden später konnte es auch schon weitergehen, und 50 Minuten vor der geplanten Abflugzeit standen wir im Frankfurter Flughafen. Dort war man wieder super vorbereitet, schickte uns vorbei an Reisegästen, die schon über eine Stunde anstanden, ganz vor an einen Schalter, wo die anstehenden dann gesagt bekamen, dass jetzt erstmal 30 andere Gäste abgefertigt würden. Ganz großes Kino, TUIfly! Mit kaum anderthalb Stunden Verspätung hob dann auch unser Flieger ab und so war ich dann kurz nach 1 Uhr nachts im Hotel (statt wie geplant ca. 18 Uhr).
Doch ab jetzt wurde alles gut. Sonntag nach dem Frühstück die Begrüßung und Vorstellung der Sportangebote. Wer was tun wollte, war in der Woche gut hier aufgehoben. Ausflüge, Mountain-Bike-Touren, X-Terra-Training, Beachvolleyballcamp, oder auch, wie von
mir im Voraus gebucht, eine Rennradwoche - fünf geführte Touren in einer Gruppe. Zum Anfang bestand diese aus 9 Leuten, wovon ein paar dann aber doch nicht alle Touren mitgefahren sind. Also ging es danach zur Räderausgabe, Pedale montieren und ab zur ersten Schnupperrunde. Ein paar kleine Berge als Vorgeschmack waren auch mit eingebaut. Großartige Natur, nix los auf den Nebenstraßen, verschlafene Orte, wo die Einheimischen schon morgens um elf auf der Straße sitzen und quatschen - ein Traum abseits von jedem Tourismus. Der Cilento-Nationalpark - übrigens Unesco-Weltkulturerbe - ist derzeit noch ein Insidertipp. Nur im August, wenn die Italiener Ferien haben, ist an der Küste richtig was los, aber auch dann ist man im Hinterland noch oft allein. Wir mussten auf unseren Touren mehrfach die Leute zum Geld verdienen überreden. Da wurde der Ladenbesitzer schon erstmal von zwei Ecken weiter geholt oder der Wirt musste tief in seinen Vorräten graben, um uns noch etwas zu essen anbieten zu können.
Der Cilento ist schön hügelig. Im Norden ragte der Monte Stella mit 1100 Metern auf, im Westen der Monte Sacro, mit 1700 Metern der vierthöchste Berg der Region. Schon andere Kaliber als das 500 Meter hoch liegende Augustusburg, was bis jetzt meine "Referenz" bildete. Aber Berge machen Spaß. Besonders bergauf. Also ging es am zweiten Tag bis auf 750 Meter Höhe einmal rund um den Monte Stella, Dienstag dann über 105 Kilometer ins Hinterland (mit einem ganz fiesen Hungerast mittendrin), wobei am Ende 2000 Höhenmeter zu Buche standen. Mittwoch war Ruhetag. Und was macht man da? Nachdem unser Guide Dienstag Abend noch gesagt hatte, er wolle auf den Monte Sacro hoch, mir da aber noch eher nach "Sattelpause" war, hab ich ihn am nächsten Morgen mit der Frage "Wann gehts los?" überrascht. Die Beine fühlten sich gut an, als hoch da. Ein paar ungläubige Blicke später (auch in Bezug auf die nicht sonderlich gute Bergübersetzung der Leihräder) gings dann auch los. Die ersten 19 Kilometer waren nett, zum "Einrollen" gings da bis auf knapp 500 Meter hoch. Und dann kam der Aufstieg. 9,7% durchschnittliche Steigung auf 16 Kilometern, das sind andere
Zahlen als ich sie bislang kannte. Und so fies wie es sich anhörte war es auch. Steigungen von bis zu 13% ließen nur ein Fahren im Stehen zu. Aber ich habs bis hoch durchgehalten. Leider waren wir ein wenig zu spät dran, die Wolken hingen schon über dem Berg. Bei geschätzten 12 Grad gabs dann noch hausgemachte Gnocchi und einen Rundgang über die alte Pilgerstätte und dann gings wieder runter. 16 Kilometer später kann ich sagen, dass solche Abfahrten auch keinen Spaß machen. Ständig Autos, die zu langsam unterwegs sind, immer wieder Kurven, vor denen man sich fragt, ob man denn jetzt noch schnell genug Geschwindigkeit abbauen kann, und irgendwann Krämpfe in den Händen vom Bremsen. Aber es ist wie bei einem Marathon, währenddessen macht es auch nur zeitweise Spaß, aber das Siegesgefühl (des Willens über den eigenen Körper und hier auch über den Berg) hinterher ist großartig. Dafür lebt man als Sportler.
Am Donnerstag war dann tatsächlich Ruhetag. Sonnen, Essen, Schlafen, Schwimmen - einen Tag lang mal richtig gut. Aber Freitag stand noch die 115km-Abschlusstour an. Bei traumhaften Wetter (wie an allen Tagen) gings wieder in die Berge, und mal wieder runter, um danach wieder hochzufahren. 6 großartige Serpentinen in 20 Minuten (vorher - nachher), und dann an der Küste zurück, mit Essens- und Eis-Pause. Wieder durch Bergdörfer, die vom Tourismus weitgehend verschont bleiben. Herrlich.
Abends wurden immer Parties oder Vorträge von den "Teamern" angeboten, aber wer genug Sport am Tag hatte, dem fehlt dafür abends dann doch die Energie. Insofern waren die anderen Anwesenden nicht sonderlich feierwütig, zeitiges Schlafengehen stand höher im Kurs.
Samstag ging es dann in aller Frühe wieder Richtung Flughafen, da wars schon wieder vorbei. Als Erinnerung bleibt derzeit noch eine angenehme Schwere in den Oberschenkeln. Eine lose Verabredung einiger Teilnehmer für eine Woche Mallorca im nächsten Frühjahr gibt es auch, und Reisen mit Frosch ist wirklich eine empfehlenswerte Angelegenheit. In die ich wohl jetzt "reinwachsen" werde, in ein paar Jahren werde ich dann auch nicht mehr als "Küken" bezeichnet. 
So, und wer die Überschrift immer noch nicht verstanden hat, muss halt nachfragen...