Hinweis: Der Artikel ist zurückdatiert zu dem Tag, als ich die Tour gefahren bin.
Ein gutes Fahrrad macht Lust auf längere Benutzung. Und die findet auch statt. Also werd ich hier mal kleinere und größere Strecken festhalten, die vielleicht einer mal nachfahren will. Derzeit sind die benutzten Straßen teilweise noch recht groß, die kleinen Nebenstraßen muss ich erst noch erschließen.Grundsätzlich finde ich Strecken östlich von Düsseldorf interessanter, da dort hin und wieder mal ein Berg(chen) auftaucht und diese sportlich reizvoller sind als immer nur im Flachen auf Tempo zu fahren.
Diesmal ging es an die Große Dhünntalsperre, im Bergischen Land gelegen. Die Idee dafür kam mir beim Durchblättern des aktuellen ADFC-Magazins "Rad am Rhein", da dort eine ähnliche Tour am 20.7. stattfinden wird. Aber weil meine Ansprüche an Reisegeschwindigkeit und "Ausführung" der Tour wohl doch etwas abweichen, bin ich sie dann doch lieber allein gefahren.
Touren ins Bergische haben den Nachteil, dass sich das erste Stück immer erstmal gleicht. Man muss bis Hilden fahren und kann sich dann erst für verschiedene Strecken entscheiden. Also auch diesmal, Start an der Fleher Brücke, entlang der Rhein-Route bis Himmelgeist, dann weiter Richtung Benrath. Dort dann nicht der Rhein-Route folgen sondern immer der Hauptstraße entlang Richtung Hilden. Hier geht es ein ganzes Stück an der 228 entlang. Von Hilden aus ging es dann Richtung Langenfeld, und von dort nach Leichlingen.
Nächster Wegpunkt auf meinem Zettel war Witzhelden. Und ich hatte kaum das Ortsausgangsschild von Leichlingen hinter mir gelassen, schon kam da der erste Anstieg. Kurz und fies. Da war dann erstmal wieder klar, dass mein Trainingsstand noch weit von dem abweicht, was ich mir so vorstelle.
Oben angekommen ging es dann weiter die L294 nach Witzhelden, und auch dort immer weiter nach Hilgen. Weiter nach Dabringhausen, erstmal bergab einige Serpentinen runter, und dann
habe ich wohl nicht den direkten Weg nach Engerfeld gefunden. Eine Schleife zu viel, aber irgendwann doch den Schildern Richtung Talsperre gefolgt. Jetzt geht es erstmal nur noch bergab. Eigentlich wollte ich ja nur zur Staumauer, aber irgendwie habe ich dieses unscheinbare blaue Tor verpasst und war irgendwann ganz unten im Tal. Der Weg da runter ist ziemlich steil, muss ich den etwa wieder hoch? Auf jeden Fall war da unten keine Staumauer, also bin ich einem kleinen Weg durch den Wald gefolgt, habe dabei aber vorsichtshalber lieber geschoben, denn den Ersatzschlauch wollte ich nicht auspacken müssen. Hier hab ich dann auch die Dhünn gefunden, oder zumindest das was nach der Talsperre noch abfließt. Über eine kleine Brücke auf die andere Seite und dann wieder ein paar Meter hoch durch den Wald. Irgendwann wurde die Straße aber dann zum Glück doch wieder asphaltiert und von der Seite war die Staumauer auch nicht so versteckt. Zeit für ein Päuschen in der Sonne.
Der Rückweg unterschied sich nicht großartig vom Hinweg, die Strecke von Engerfeld nach Dabringhausen war ein Stück kürzer, aber sonst war bis Leichlingen alles gleich. Schön die Serpentinen wieder hoch, der Berg kurz vor Leichlingen hat diesmal um so mehr Spaß gemacht.
Hinter Leichlingen bin ich dann rechts in Richtung Solingen abgebogen und der L288 länger gefolgt als auf der Hinfahrt. In Gosse bin ich der Ausschilderung Richtung Düsseldorf gefolgt, durch ein Wohngebiet und dann wieder entlang der L288 in Richtung Solingen Ohligs. Dort an der St.-Lukas-Klinik vorbei und wieder nach Hilden, von da aus über Benrath wieder heim.
Daten: Gesamtstrecke 102 km, Höhenmeter unbekannt, Durchschnitt knapp 25 km/h. Was haben wir gelernt? Ein Flaschenhalter ist für solche Touren einfach zu wenig, da muss wohl auch noch der zweite her. Denn in Solingen war mein Getränk und auch meine Energie alle. Das wurde erst wieder nach einem Refill in Hilden am Büdchen besser. Und wenn die kleinen Berge hier schon stressen, bin ich auf die "großen Berge" im Erzgebirge in ein paar Wochen gespannt. 
Hier gibts jetzt noch die Strecke zum Nachverfolgen, aufgrund fehlenden GPS-Gerätes derzeit noch von Hand gezeichnet und die Strecke aus der Erinnerung zusammengeklickt.
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