...oder auch: Endlich wieder zwei Räder unterm Hintern.
Aber langsam. Was wollte ich gestern in Bonn? Wie ja bekannt ist, suche ich seit ein paar Wochen wieder ein Fahrrad. Und da ist im Rheinland der H&S Bike-Discount eine ganz gute Adresse. Die haben eine Hausmarke, RADON, und produzieren recht hochwertige Fahrräder. Und die gibts dann wegen fehlendem Fachhändlernetz zu quasi unschlagbaren Preisen. (Nebenbei führen die da aber auch z.B. noch CUBE, falls jemand nen bekannteren Namen am Rad stehen haben möchte.) Als Bonus jedoch hatten die Jungs da auch gerade noch 20jähriges Firmenjubiläum. Und da gabs nochmal satt Prozente auf alles, was vorrätig war. Also musste ich da hin - und hab mich auf dem Parkplatz gleich zuhause gefühlt. 
Obwohl ich bereits wenige Minuten nach Ladenöffnung angekommen bin, konnte man kaum treten auf den drei Etagen von H&S. Es hat erstmal eine halbe Stunde gedauert, bis ich einen der zahlreich anwesenden (keine Ironie) Verkäufer abgreifen konnte. Das gab mir natürlich Gelegenheit, die andere Kundschaft - wohl von ganz Deutschland und auch aus Holland angereist - zu beobachten. Man glaubt gar nicht, in welcher Geschwindigkeit Räder im Wert von 2000 EUR oder mehr verkauft werden. Ja sogar die Titanräder, die erst bei über 3000 EUR beginnen, waren immer wieder gefragt. An Geld scheint es der Bevölkerung nicht zu mangeln. Naja, bei den heutigen Spritpreisen hat man ein Rad ja auch schon mit ein paar Mal Auto stehen lassen wieder rein. 
Das von mir vorher online ausgesuchte Rad war in meiner Größe natürlich nicht da. Vor zwei Wochen hatte ein anderer Verkäufer zwar noch behauptet, wenn ich jetzt eins dort bestelle, würde ich auch die Prozente bekommen, aber das war dann wohl doch eine Fehlinformation. Also hab ich mich dann mit dem Verkäufer über Alternativen unterhalten, die Auswahl ist da ja nicht soo groß, wenn man eine 64er Rahmenhöhe will. Und was dabei dann rausgekommen ist, sieht man jetzt hier. Ein schickes, knapp 8kg leichtes Rad, was außer mir wohl kaum jemand fahren könnte ohne sich beim Auf- oder Absteigen gehörig im Schritt wehzutun. (Michael, don't even try it.
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Heute also erste Ausfahrt, um mal ein wenig das Gefühl dafür zu bekommen. Zuerst war das Lenkgefühl etwas seltsam, vor allem wenn man an den "Hörnern" greift. Da merkt man den Versatz zwischen Gabel und Vorbau/Lenker doch ganz schön. Aber das gibt sich. Das mit den Klickpedalen hatte ich auch noch nicht wieder verlernt, auch wenn die derzeit etwas sehr weich eingestellt sind. Aber lieber einmal rausrutschen als auf der Seite liegen, weil man vergessen hatte, vor dem Anhalten die Schuhe nach außen zu drehen. Nach 44km (laut Google Earth) ist das erste Fazit: So schnell wie es aussieht fährt es sich auch. Eine schöne Rakete. Und meine Beine brauchen dringend etwas Training.
Ein paar Anbauteile fehlen jetzt noch, z.B. der Fahrradcomputer, damit man auch einschätzen kann, wie schnell das nun wirklich ist, oder die Klingel - ohne die geht das ja gar nicht.
Die erste Investition in Richtung Triathlon ist also gemacht. Aber die Altstadt wird dieses Rad nur im Vorbeifahren mal sehen. 
Apropos Triathlon, da hab ich hier mal noch einen Lesetipp. So sieht das aus, wenn Informatiker sich mal richtig sportlich was vornehmen: IRONSEO
Sehr angenehm geschrieben, v.a. die Seite mit den Kosten ist interessant. Ich muss mir nen Sponsor suchen. 